15.03. Porto - Labruge
Buen Camino
Nach einer erholsamen Nacht im Hostel werden wir von den Sonnenstrahlen geweckt. Herrlich blauer Himmel erwartet uns, sodass wir direkt in den Tag starten.
Das Hostel liegt zentral am Rathausplatz.
Am oberen Ende der Avenida dos Aliados
(wie schön das klingt :))
befindet sich Câmara Municipal do Porto.
Der Bau des Rathauses begann 1920 und wurde 1955 fertiggestellt. In der Mitte befindet sich ein 70 Meter hoher Glockenturm.
Auf dem Vorplatz werden oft temporäre Schilder wie der blaue Porto-Schriftzug aufgestellt. Spätestens ab 10 Uhr tummeln sich hier die Touristen, um Fotos zu knipsen. Ida und ich sind glücklicherweise früh da, sodass wir auch so ein fesches Touri-Foto erhalten.
Den ersten Kaffee genießen wir in einer der gemütlichen Kneipen und Cafés der Stadt. Auf der Rua das Flores tummeln sich am Sonntag vor allem Einheimische.
Anschließend geht es für Ida wieder zurück, um an ihrem Projekt für die Uni zu arbeiten. Ich mache mich mit der Metro auf den Weg zu Emely, um sie ein Stückchen auf dem Jakobsweg zu begleiten.
Das Foto zeigt ein Wahrzeichen der Stadt: Ponto Dom Luís. Die Brücke überspannt den Fluss Douro, welche die Stadt Porto mit Vila Nova de Gaia auf zwei Ebenen verbindet.
Der Weg führt Emily und mich zunächst durch Wohnsiedlungen und Dörfer. Hinter hohe Mauern bellen die kleinsten Vierbeiner am lautesten.
Nach dem letzten Regentag meint es die Sonne richtig gut mit uns.
Am Wegesrand begeistern die leuchtenden Farben der Orangen- und Zitronenbäume.
Hoffentlich überlebt das Kleine Ostern …
Da haben diese Beiden mehr Sicherheit.
Die weitere Strecke ist tatsächlich eher hässlich. Sie führt entlang des Industriegebietes und des Flughafens. Statt idyllisches Pilgern bekommt man hier eher Ohrenschmerzen vom ständigen Abheben der Flugzeuge.
Die letzten Kilometer führen wieder entlang eines Bachs in ein kleines Dorf.
19 Uhr erreichen wir dann endlich den Küstenort Labruge.
Emely hat somit ihre erste Etappe erfolgreich hinter sich gebracht. Sie ist direkt in Porto gestartet und zählt heute knapp 20 Kilometer.
Das ist ihre erste Herberge.
Ein Foto zum Abschluss
Emely fällt nun eigentlich sofort ins Bett. Sie hat das Gewicht ihres Rucksacks ein wenig überschätzt; ihre Schultern schmerzen.
Für mich geht es (glücklicherweise) wieder ins belebte Porto. Wie? …tja, das weiß ich nicht so richtig. In diesem kleinen Ort ist absolut nichts los …leider auch kein Bus zur 3,5 Kilometer entfernten Metrostation.
Dank der Magie des Jakobswegs kommt Felix daher.
Der Portugiese wohnt in Porto und fährt jedes Wochenende eine Strecke des Pilgerwegs mit dem Fahrrad ab und überprüft die Beschilderung.
Wir freunden uns an und Zack habe ich eine Mitfahrgelegenheit zur Metro. Heute ist also nicht er, sondern eher ich der Glückliche. [Felix ~ lat. der Glückliche]
Auf seinem Gepäckträger des Fahrrads geht es schließlich durch den Wald ohne jegliche Laternen. Hier hätte ich nun wirklich nicht alleine durchlaufen wollen.
Auf dem Weg zurück in die Innenstadt knipsen wir auch noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto an unsere Begegnung.
Zum krönenden Abschluss treffe ich Ida auf einen Absacker, bevor ich müde ins Bett falle.
Mindestzahl an Schritten pro erreicht
Am nächsten Morgen entdecke ich seine liebe Nachricht auf Instagram. Wenn Emely und ich irgendwie Hilfe benötigen, können wir uns gerne bei ihm melden.
Nun habe ich also doch eine kleine Strecke des portugiesischen Jakobswegs erlebt und wiedermal herzliche Menschen kennengelernt.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.
Boa Noite, Porto ✌️
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